Alle reden davon – aber was meinen wir eigentlich?
Home Office?
Freie Zeiteinteilung?
Duz-Kultur und Holacracy?
(Klingt nach Fortschritt – ist oft nur Fassade.)
Dabei liegt der Ursprung der Idee tief:
Bereits vor über 30 Jahren entwarf der Sozialphilosoph Fritjof Bergmann sein Konzept von New Work:
→ Handlungsfreiheit.
→ Selbstständigkeit.
→ Teilhabe.
Und heute?
New Work ist en vogue – aber selten durchdacht.
Statt um das Warum, geht’s oft nur um das Was:
Was dürfen Mitarbeitende fordern?
Was müssen Unternehmen bieten?
Verständlich. Denn das Klagen über Führung, Kultur und Organisation ist allgegenwärtig.
Aber wer wirklich etwas ändern will, muss an den Kern ran: an die Frage nach Haltung.
Und hier kommt’s drauf an:
Freiheit ohne Verantwortung ist Beliebigkeit.
Selbstorganisation ohne Klarheit ist Chaos.
Teilhabe ohne Führung ist Stillstand.
Als Headhunter für Top-Positionen sehe ich es täglich:
Die besten Unternehmen suchen nicht den nächsten Feelgood-Manager –
sie suchen Führungskräfte mit Rückgrat.
Mit Kulturkompetenz, Klarheit, und dem Mut, auch Unbequemes anzusprechen.
Denn New Work heißt nicht: alles neu.
Es heißt: das Richtige neu denken.
Und dabei nicht vergessen, was Führung eigentlich ist:
Verantwortung übernehmen. Für Menschen. Für Richtung. Für Wirkung.
Autor:
Walter Wittmann ist erfahrener Personalberater und Geschäftsführer von WeSearch Personalberatung; er begleitet Unternehmen seit über zwei Jahrzehnten dabei, Führungs- und Schlüsselpositionen treffsicher und nachhaltig zu besetzen.

